Der Journalismus-Professor Thomas Hestermann möchte nicht, dass die Herkunft von Straftätern in Medienberichten erwähnt wird

Die Hochschule „Macromedia“ hat im Auftrag des „Mediendienstes Integration“ eine Studie zur Berichterstattung deutscher Medien über Gewalttaten erstellt, die von Ausländern verübt worden sind. Die Studie beklagt, im Jahr 2019 sei bei jedem dritten Kriminalitätsbericht die Herkunft des Täters erwähnt worden. Im Jahr 2017 sei dies nur bei jedem sechsten Bericht der Fall gewesen.

Silvesternacht 2015/16 beendete das Totschweigen der Migrantenkriminalität

Auslöser des Kursschwenks sei die Silvesternacht 2015/16 in Köln gewesen, stelle Thomas Hestermann fest, Journalismus-Professor und Autor der Studie. Nach den dortigen Übergriffen hätten die Massenmedien an Glaubwürdigkeit verloren und seien in der Öffentlichkeit dem Verdacht ausgesetzt worden, die Kriminalität von Zuwanderern zu verschweigen oder zu verharmlosen.

Ausländer in medialen Berichterstattung über Gewaltkriminalität überrepräsentiert

Seither seien Ausländer in der deutschen medialen Berichterstattung über Gewaltkriminalität überrepräsentiert. Presse und Fernsehen würden Ausländerkriminalität als ein dominierendes Thema darstellen. Verantwortlich für diese Fehlentwicklung sei eine Änderung des Pressecodex im Jahr 2017 gewesen. Seither dürfen Journalisten im Einklang mit diesem Kodex die Herkunft von Straftätern erwähnen, falls daran ein „begründetes öffentliches Interesse“ besteht. Zuvor galt, dass die Herkunft nur erwähnt werden durfte, soweit ein Bezug der Nationalität des Täters zur Tat bestand. Hestermann bewertet diese Änderung als „krasse Fehlentscheidung“. Beruhigend sei lediglich, dass sich viele Journalisten immer noch an der alten Regelung orientieren würden. Weiterlesen auf pi-news.net.

 

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