BRETZENHEIM. Linksextreme haben sich zur Schändung eines Denkmals für deutsche Kriegsgefangene im rheinland-pfälzischen Bretzenheim bei Bad Kreuznach bekannt. Eine anonyme Gruppe bezeichnete die Erinnerungsstätte auf dem linksradikalen Szeneportal „Indymedia“ als „geschichtsrevisionistisches ‘Heldengedenken’“.

Geschichtsrevisionist*innen angreifen

In der Nacht zu Allerheiligen, am 1. November 2019, „entgegneten wir diesem Spuk mit unserer Zerstörungswut und verschandelten das Mahnmal“, hieß es in dem Bekennerschreiben weiter. „Deutsche Täter sind keine Opfer, Geschichtsrevisionist*innen angreifen.“

„Keine Opfer, sondern Täter“

Die bislang unbekannten Täter sprühten linksextreme Parolen auf das Denkmal „Feld des Jammers“, das zu den Rheinwiesenlagern gehört. „Keine Opfer, sondern Täter“ oder „Jammert woanders“ sowie „Nazi-Dreck“ prangt nun auf dem Mahnmal. Zudem zerstörten die Vandalen einen Gedenkkranz und eine Blumenschale. Die Polizei ermittelt gegen unbekannt.

Zehntausende kamen in den Lagern ums Leben

Das Mahnmal war 1966 durch eine Privatinitiative finanziert und errichtet worden. Es ist „allen in Gefangenschaft verstorbenen deutschen Soldaten zum Gedenken“ gewidmet. Bad Kreuznach war ein Standort der Rheinwiesenlager, in denen die USA, Großbritannien und Frankreich ab April 1945 rund eine Million deutscher Kriegsgefangener untergebracht hatten.

Die Gefangenen mussten in Erdlöchern leben. Zehntausende starben, bis die Lager im September 1945 aufgelöst wurden. Die Vereinigten Staaten verweigerten dem Internationalen Komitee des Roten Kreuzes den Zutritt. Die Gefangenen mussten in Erdlöchern leben. Tausende starben, bis die Lager im September 1945 aufgelöst wurden.

Anmerkung: Was das mit „Geschichtsrevisionismus“ zu tun hat ist schleierhaft, da es sich dabei um keinen propagandistische „Meinung“ handelt, sondern um unbestrittene historische Tatsachen.
Siehe James Bacque: „Der geplante Tod“
Deutsche Kriegsgefangene in amerikanischen und französischen Lagern (amazon.de).
Der kanadische Historiker spricht hier sogar von hundertausenen Opfern.

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