COTTBUS: Der mutmaßliche Mörder von Gerda K. († 82) kommt frei. Begründung: Wegen unverhältnismäßig langer Untersuchungshaft.

Opfer grausam ermordet – Syrer als mutmaßlicher festgenommen

Gerda K. starb einen qualvollen Tod: Gefesselt und mit einer Tüte über dem Kopf fand ihr Bruder die Rentnerin Ende 2016 in ihrer Cottbuser Wohnung. Die alte Dame wurde offenbar erstickt, alle Schränke und Schubladen waren durchwühlt. Ein grausamer Raubmord, berichtet BILD.

Mutmaßlicher Raubmörder nach nicht mal drei (!) Jahren bereits frei

Drei Monate später nahm die Polizei einen jungen Syrer (damals 17) fest – dringender Tatverdacht! Die ganze Stadt war aufgebracht. Seit Oktober 2017 wird ihm der Prozess gemacht. Doch jetzt ließ das Cottbuser Landgericht den mutmaßlichen Folter-Mörder frei. „Ein kurzfristiger Verfahrensabschluss kann derzeit nicht abgesehen werden“, so das Gericht. Wegen „des nach wie vor bestehenden dringenden Tatverdachts“ muss er sich nun täglich bei der Polizei melden, bei einem Verwandten wohnen.

Staatsanwaltschaft sieht hohe Fluchtgefahr

Die Staatsanwaltschaft protestiert. „Wir sehen eine hohe Fluchtgefahr, denn dem Angeklagten drohen bis zehn Jahre Haft“, sagt der Kapitalverbrechen-Chef Gernot Bantleon (54), „deshalb haben wir Beschwerde eingelegt.“ Die Schuld am Endlos-
Prozess geben die Ankläger dem Verteidiger Christian Nordhausen (51). Er habe das Verfahren verzögert. Eine längere Untersuchungshaft ist dem „Schutzsuchenden“ offensichtlich nicht zuzumuten.

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