LEIPZIG: „Auslistung der Spreewälder Hirsemühle“ ist auf einem Hinweis am
Müsliregal in den Biomare-Läden zu lesen. Der Grund fürs Hirse-Aus hat jedoch nichts mit Produktion und Bio-Siegel zu tun. Es hat politische Gründe: Die Mühle wird nämlich von Jan Plessow (44), einem AfD-Vorstandsmitglied im Spree-Neiße-Kreis (Brandenburg), geführt. Und das mache ihn als Biohersteller unglaubwürdig, berichtet  BILD. Malte Reupert, Chef der Biomare-Läden ließ die Zeitung wissen:

„Ich will meinen Kunden höchstmögliche Transparenz bieten. Das war schon
immer Firmenphilosophie.“

„Keine Zusammenarbeit möglich“

„Dies macht uns eine weitere Zusammenarbeit mit Ihnen unmöglich“, wie Reupert dem Mühlegeschäftsführer  mitteile, dürfte auch für andere Bio-Ketten gelten. So hat der Hirse-Boykott jetzt auch weitere wirtschaftliche Auswirkungen für die Mühle, die in Kolkwitz (bei Cottbus) produziert. Auch der Bio-Lebensmittelkonzern „Alnatura“ nahm die AfD-Hirse aus dem Sortiment, ebenso wie eine weitere Bio-Markt-Kette aus Berlin.

Umweltengagement und Produkt passt – politische „Haltung“ nicht


Da nützt es auch wenig, dass die „Spreewälder Hirsemühle“ die Wiedereinführung einer der ältesten Kulturpflanzen nach rund 100 Jahren Nichtkultivierung Deutschlands in Angriff genommen hat. Und wenig wiegt auch, dass die Mühlenbetreiber sogar die „GRÜNE LIGA – Netzwerk Ökologischer Bewegungen – Umweltgruppe Cottbus“ und deren Aktivitäten gegen den Braunkohleabbau bereits 2014 mit 1000 Euro unterstütze.  In dieser „offenen“ und „toleranten“ Gesellschaft zählt jetzt zunehmend die politische Gesinnung. Und die hat stramm links zu sein.
Quelle: unzensuriert.de vom 03.10.2019

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