Hajar D. (18) liegt im Krankenhaus. Nachdem er gegen die Messer-Brüder von der Eisenbahnstraße ausgesagt hatte, wurde er selbst niedergestochen.

LEIPZIG: Seit Jahren begeht ein libanesisches Brüderpaar schwere Straftaten in Leipzig. Hinter Gitter kamen Abdul (18) und Ibrahim S. (19) bislang nie. Auch nicht, als sie im Januar auf der Eisenbahnstraße einen Mann niederstachen. Im Mai führte die Untätigkeit des Rechtsstaates dann zur nächsten Bluttat.

Bluttat war vorhersehbar

Es war eine Tat mit Ansage. Seitdem Hajar D. (18) im Januar 2019 Augenzeuge einer Messerstecherei auf der Eisenbahnstraße wurde und bei der Polizei gegen die Brüder S. aussagte, lebt der junge Syrer in Angst. „Durch die Ermittlungsakten wissen die Täter, wer gegen sie ausgesagt hat, und bedrohen Hajar mit dem Tod“, erzählt sein Onkel Diyar (43), der in Leipzig als Dolmetscher arbeitet.

Zeuge niedergestochen – Schwerverbrecher noch immer in Freiheit

Die Drohungen mündeten am 23. Mai in der nächsten Gewalttat. Die Gebrüder S. lauerten mit weiteren Clan-Mitgliedern Hajar auf der Eisenbahnstraße auf. Wieder stachen sie in der Waffenverbotszone zu. Mit blutenden Wunden rettete sich das Opfer zur Bundespolizei. Obwohl die Tatverdächtigen einen wichtigen Zeugen der Staatsanwaltschaft bedroht hatten, beließ die Justiz die Messer-Brüder weiter in Freiheit. Zuletzt verließ Hajar aus Angst um sein Leben kaum noch die Wohnung. Auch zur Schule ging er nicht mehr. „Ich habe bei der Polizei mehrfach um Schutz für meine Familie gebeten, aber niemand hilft“, beklagt Diyar D.

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