ST. PÖLTEN:  Die Landesgeschäftsstelle der FPÖ Niederösterreich in St. Pölten ist am 12.08.2019 in den frühen Morgenstunden das Ziel eines Brandanschlages gewesen. Die Flammen in einem Lagerraum konnten von 24 Feuerwehrleuten rasch gelöscht werden, teilte ein Polizeisprecher mit. Das Feuer sei „offensichtlich“ gelegt worden. Eine Fahndung und Ermittlungen wurden aufgenommen.

Linksfaschisten nahmen Tod von Menschen in Kauf

„Der gezielte Brandanschlag auf unsere Landesgeschäftsstelle ist ein Ausdruck politischen Hasses und roher Gewalt“, reagierte FPÖ-Landesparteiobmann Udo Landbauer in einer Aussendung. Vier vermummte Täter hätten sich in der Zeit von 1:40 bis 2:07 Uhr Zugang zum Parkplatz der Parteizentrale verschafft „und mit vorbereiteten Molotowcocktails versucht, das gesamte Gebäude in Brand zu setzen“. Die Täter hätten dabei „auch den Tod von Menschen in Kauf genommen“. Udo Landbauer verwies darauf, dass gerade in Vorwahlzeiten Mitarbeiter regelmäßig in der Landesgeschäftsstelle übernachten würden und dass auch Nachbarhäuser gefährdet waren.

Täter mit Molotowcocktails und kindskopfgroßen Steinen

Die Täter hätten einen Korb mit Molotowcocktails und kindskopfgroße Steine bei sich gehabt, hieß es in der Aussendung der Landes-FPÖ weiter. Bei einer ersten Angriffswelle seien brennende Flaschen gegen die Fassade und durch eingeschlagene Fenster in den Lagerraum geworfen worden. „Auf dem Überwachungsvideo ist auch zu sehen, wie in der Hektik zwei der Täter zusammenstießen, wobei einer der Täter versehentlich selbst die Oberbekleidung angezündet hat.“

Verbrecher starteten zweite Angriffswelle

Die Vermummten seien daraufhin vom Tatort geflohen. Um 2.07 seien zwei Personen zurückgekehrt und hätten versucht, „das Werk fortzusetzen. Sie schlugen mit einem Stein ein weiteres Fenster ein, warfen zwei Molotowcocktails in den Lagerraum und flohen dann in Richtung Norden”, so die Landespartei. „Der Anschlag auf die FPÖ-Zentrale ist auch ein Anschlag auf die Demokratie“, betonte Landbauer. Von der Polizei liefen am Montag intensive Ermittlungen. Federführend war das Landesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT).

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