DRESDEN: Die Technische Universität Dresden hat dem Politikwissenschaftler Werner Patzelt ein Seniorprofessur verweigert. Als Begründung nannte Prodekan Lutz Hagen im MDR unter anderem, Patzelt habe sich politisch zu stark exponiert. Dies sei als Hochschullehrer zwar sein Recht. „Aber viele haben eben den Eindruck, dass er seine politische Tätigkeit nicht hinlänglich von seiner Position als Wissenschaftler trennt.“ … Gegenüber der Welt räumte er ein, er habe zwar für den „Realo-Flügel“ der AfD mehrfach Referate gehalten. Seine Botschaft an die junge Partei sei aber immer klar gewesen: „Trennt euch von Rassisten und Antisemiten, haltet euch und eure Anhänger vom Extremismus fern, macht euch keine falschen Vorstellungen von direkter Demokratie – und übt eure Oppositionsrolle gemäß den Spielregeln parlamentarischer Demokratie aus.“, berichtet die junge Freiheit.

Selbst CDU-Mitglied kann zu „rechts“ sein

Dieser Fall zeigt deutlich wie eng der Rahmen geworden ist, innerhalb wissenschaftlich tätige Personen sich noch bewegen dürfen. Patzelt ist durchaus nicht als Freund der AfD zu betrachten, allein die Tatsache, dass er dort (siehe oben) Referate gehalten hat und obendrein noch als freier Autor auch für die Junge Freiheit in Erscheinung trat, genügt bereits, um ihn auszugrenzen. Patzelt ist CDU-Mitglied und habe im Übrigen als Politikwissenschaftler „immer schon verschiedene politische Parteien beraten, in den 1990er-Jahren etwa die PDS und seit Langem die CDU“.

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