FRANKFURT/MAIN: Die Universität Frankfurt/Main hat einen emeritierten Professor wegen kritischer Kommentare zum Asylsystem aus ihrem Namensregister gestrichen. Der 77 Jahre alte Politikwissenschaftler Egbert Jahn hatte beim CDU-Werkstattgespräch zu den Fehlern der Flüchtlingspolitik ab 2015 gesprochen und sich dabei für Flüchtlingsstädte für Asylbewerber „auf einer Insel oder in abgelegenen Gebieten Europas“ ausgesprochen. Wie die Bild-Zeitung berichtet, soll die CDU-Zentrale auf Nachfrage dem Professor versichert haben, es habe für seine Thesen überwiegend „anerkennende Worte“ gegeben. Wenige Stunden nach seinem Auftritt bei der Veranstaltung hat seine Universität dem Bericht zufolge alle
Hinweise auf den Dozenten, der immer noch Kurse für Senioren anbietet, von ihren Internetseiten genommen. Das betrifft auch das Personenregister der Uni.

Meinungsfreiheit nicht erwünscht – nur linke Meinungen geduldet

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, kritisierte gegenüber Bild die Entscheidung der Hochschule. „Denk- und Meinungsfreiheit sind an der Goethe-Universität zu Frankfurt nicht erwünscht. Dort werden nur linke Meinungen geduldet – und die wollen unter sich bleiben.“

„Abbau von Illusionen“

Die „Vorwürfe“: Jahn plädierte für einen „Abbau von Illusionen“. Die Ursachen von Migration ließen sich nicht leicht beseitigen. „Werde nicht von einem autoritären Syrer zu einem demokratischen Deutschen?“ fragt der Professor. Jahn übte auch Kritik beim Thema Integration. Diese würde in Deutschland nicht funktionieren.
Der Prozess werde noch Jahrzehnte dauern, so Jahn und „Flüchtlinge seien nach einem schnellen Asylverfahren in die Herkunftsländer zurückzuschicken.“

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