Mahnmal, „Beobachter" und Höckes Haus

Linke „AktivistInnen“ der Künstlergruppe „Zentrum für Politische Schönheit” (ZPS) haben direkt vor dem Grundstück des Thüringer AfD-Landeschefs Björn Höcke in Bornhagen im Eichsfeld eine Nachbildung des Berliner Holocaust-Mahnmals hingeklotzt. Der Youtube-Kanal, auf dem ein Live-Video zur Kunstaktion zu sehen war, wurde am Nachmittag offensichtlich von Youtube gekündigt. Seit fast einem Jahr wohnen „Künstler“ des ZPS nach eigenen Angaben Zaun an Zaun neben dem AfD-Politiker und beobachten ihn – die Gruppe hatten sich verdeckt eingemietet. Laut „ZPS“ sei dies „die aufwendigste Langzeitbeobachtung des Rechtsradikalismus in Deutschland”.

„Nazi-Methoden“ um viel Geld

Um die Finanzierung des Denkmals zu sichern, hat das ZPS zu Spenden aufgerufen. Der Bau und die Betriebskosten für zwei Jahre von zusammen 28.800 Euro wurden so laut den Betreibern in weniger als vier Stunden gespendet. Auch der in der Spendenaktion insgesamt anvisiert Betrag von 54.000 Euro für einen fünfjährigen Betrieb wurde bereits bis Mittwochnachmittag von über 1.800 Unterstützern aufgebracht. Den Vorwurf „Stasi-Methoden“ anzuwenden weißt ZPS-Leiter Philipp Ruch zurück: „Gegen Nazis wenden wir Nazi-Methoden an“ sagte er.

AfD: „Das sind keine Künstler, das sind Täter“

Die AfD reagierte mit Unverständnis und Vorwürfen auf die Aktion. Landessprecher Stefan Möller sagte auf einer Pressekonferenz „Das sind keine Künstler, das sind Täter“. Teile der Künstlergruppe hätten die Familie Höckes schon seit Wochen gestalkt, zudem seien Gegenstände aus dem Privatbesitz Höckes gestohlen worden. Angedacht ist auch Höcke zu beschallen.

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